Unfallbericht anfertigen

Es passiert meistens ganz schnell und unerwartet und schon ist man in einen Verkehrsunfall verwickelt. Man steht unter Schock und ist im ersten Moment vielleicht überfordert. In erster Linie heißt es erst mal einen kühlen Kopf zu bewahren, obwohl dies oft schwierig fällt, vor allem wenn es zu Meinungsverschiedenheiten zum Unfallhergang kommt.

Ein Unfallbericht kann hierbei häufig helfen, um Klarheit zu schaffen. In diesem Beitrag informieren wir Sie darüber was ein Unfallbericht ist und was Sie bei der Erstellung beachten müssen.

Außerdem stellen wir Ihnen eine Vorlage für einen Unfallbericht zum Download zur Verfügung.

Was nach einem Unfall zu tun ist

Bevor es zu einem Unfallbericht kommt, sollten Sie als allererstes gründlich prüfen, ob es Ihnen gut geht oder ob Sie verletzt sind. Sind sie unverletzt, sichern Sie zunächst die Unfallstelle und leisten anschließend gegebenenfalls Erste Hilfe. Gibt es verletzte Personen, rufen Sie den Notruf unter 112 an. Erst dann sollte die Frage, wer Schuld hat und wie groß der Schaden ist, in den Vordergrund rücken. Kommt es zu Uneinigkeiten und ist der Schaden größer, sollten Sie die Polizei rufen.

Wann Sie die Polizei rufen sollten

In der Regel gilt: Die Polizei ist immer dann zu verständigen, wenn

  • größere Sachschäden entstanden sind
  • Uneinigkeiten aufkommen
  • es zu Unfällen mit einem Miet- oder Firmenwagen kam
  • es verletzte Personen gibt
  • oder bei Verdacht auf Straftaten (z. B. Fahrerflucht oder Alkohol am Steuer)

Selbst aktiv werden und Unfallbericht erstellen

In der Zeit, in der Sie auf die Polizei warten, können Sie schon selber aktiv werden und den Unfall mittels eines Unfallberichts festhalten.

Unfall-Checkliste

  1. Ruhe bewahren.
    Haben Sie sich verletzt? Brauchen Sie auch Hilfe?
  2. Absicherung der Unfallstelle
    Schalten Sie ihren Warnblinker an, ziehen Sie die Warnweste und stellen Sie das Warndreieck innerorts 50 Meter weit entfernt auf, außerorts 100 Meter weit und auf Autobahnen 200 Meter weit entfernt.
  3. Kontrollieren Sie, ob es Verletzte gibt
    Rufen Sie dann ggf. den Notruf unter der Nummer 112.
  4. Erste Hilfe leisten
    Versorgen Sie den Verletzen, sind Sie sich unsicher wie, hilft Ihnen der Notruf immer weiter.
  5. Zeugensuche
    Wenn der Rettungsdienst vor Ort ist, haben Sie Zeit, Zeugen zu suchen: Die helfen könnten, den Unfallhergang zu schildern.
  6. Austausch von Personalien
    Tauschen Sie mit dem Beteiligten die wichtigsten Daten aus (vollständiger Name, Anschrift, Kennzeichen, Versicherung)
  7. Kontaktieren Sie ggf. die Polizei
    Die Polizei nimmt ebenfalls den Unfall noch mal auf und schreibt einen Unfallbericht.
  8. Kfz-Sachverständigen kontaktieren
    Kontaktieren Sie uns schon jetzt! Wir können Ihnen wertvolle Tipps geben, wie Sie jetzt weiter verfahren sollten und Sie ggf. an unseren Verkehrsrechtsanwalt weiterleiten. Unsere Erstberatung ist bei uns unverbindlich und kostenlos.

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Wir sind als Gutachter in und um Hamburg schnell vor Ort und helfen fachmännisch.

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Definition: Unfallbericht

Ein Unfallbericht dient zur genauen Dokumentation des Schadenhergangs. Mithilfe des Unfallberichts sollte es möglich sein, den Unfall zu rekonstruieren. Zusätzlich können Sie diese Dokumentation mittels Fotos und einer Skizze unterstützen. Die Dokumentation sollte so erfolgen, dass Außenstehende ohne Probleme den Unfallhergang verstehen und nachvollziehen können.

In dem Bericht wird allerdings noch nicht die Schuldfrage geklärt, sondern es sollte lediglich eine neutrale Schilderung sein. Geschieht ein Unfall, werden zwei Unfallberichte angefertigt, einer von Ihnen und einer von Ihrem Unfallgegner. Diese sollten sich natürlich in etwa ähneln, damit die Schuldfrage genausten geklärt werden kann. Am Ende sollten die Unfallberichte von beiden Beteiligten unterschrieben werden.

Was in einen Unfallbericht hinein gehört

Am Ende dieses Beitrags finden Sie einen Unfallbericht Formular als Download, den Sie sich für alle Fälle in das Handschuhfach legen sollten. Ein vorgefertigtes Formular ist sehr hilfreich, da sie somit nichts vergessen können. Haben Sie kein vorgefertigtes Formular zur Hand, müssen Sie einiges beachten.

Die 6 W-Fragen

Schreibt man selbst einen Unfallbericht, sollten die 6 W-Fragen nicht fehlen.

Was ist passiert?
Damit ist gemeint, ob sie ineinander gefahren sind, ob Sie angefahren worden sind, etc.

Wo ist der Unfall passiert?
Hier sollten Sie den genauen Straßennamen aufschreiben, auf welcher Höhe und auch ggf. an welcher Kreuzung der Unfall passiert ist.

Wer war mit in den Unfall verwickelt?
Notieren Sie wer alles in den Unfall verwickelt ist. Dazu gehören alle Personen, die in dem Fahrzeug saßen und sollte es Zeugen von dem Unfall geben, können die ebenfalls namentlich notiert werden. Dazu gehört auch die Kennzeichen der Fahrzeuge.

Wann hat sich der Unfall ereignet?
Das Datum und die Uhrzeit werden notiert.

Wie / Warum ist es zu dem Unfall gekommen?
Schildern Sie objektiv den genauen Unfallhergang. Eine Unfallskizze kann dabei helfen.

Welche Folgen hat der Unfall für Sie?
Tragen Sie Verletzungen vom Unfall, zu welchen Schäden kam es?

Der Bericht wird in der Regel in der Vergangenheit (Präteritum) geschrieben und Sie sollten auf die richtige Reihenfolge achten, wenn es um die Schilderung des Unfallhergangs geht.

Was NICHT in den Unfallbericht gehört

Schuldzuweisungen
Der Unfallbericht sollte neutral und objektiv geschrieben werden, damit die Schuldfrage schnell geklärt werden kann.

Schuldanerkenntnis
Genauso wie Schuldzuweisung, sollten Sie auch kein Schuldanerkenntnis unterschreiben. Lassen Sie die Profis mithilfe des Unfallberichts prüfen, wer schuld hat.

Unterstellungen
„Hätte er früher gebremst/ wäre er nicht losgefahren“ – Persönliche Kommentare bringen keinen weiter und führen zu keiner Klärung.

Falschaussagen
Da beide Beteiligten einen Unfallbericht schreiben, nützen Ihnen Falschaussagen nichts, da diese irgendwann auffliegen werden.

Vermutungen
Sie sollten nur über Dinge schreiben, die tatsächlich passiert sind.

Ausschmückende Adjektive
Auf Adjektive wie schön, heftig, etc. sollte verzichtet werden.

Genauso darf im Nachhinein der Unfallbericht nicht nochmal geändert werden.

Unfallskizze

Schildern Sie in dem Unfallbericht den Unfallhergang ist manchmal eine Unfallskizze sehr hilfreich. Bei einer Unfallskizze wird der Ort, an dem der Unfall stattgefunden hat, gezeichnet. Sie betrachten den Unfall also von oben bzw. aus der Vogelperspektive.Auch hierbei sind einige Punkte zu beachten:

Kennzeichnung der Straße
Fügen Sie auf ihrer Skizze Straßennamen hinzu.

Positionen von Fahrzeugen
Die exakte Position von den Fahrzeugen, die in den Unfall verwickelt waren oder Fahrzeuge, die für die Unfallschilderung hilfreich sind, werden hier aufgezeichnet. Manchmal ist es hilfreich die Fahrzeuge zu Nummerieren oder mit Farben zu kennzeichnen.

Richtungen der Fahrzeuge
Zeichnen Sie mithilfe von Pfeilen die Richtungen der Fahrzeuge auf.

Position von Hindernissen
Hiermit sind Bäume, Poller und vieles mehr gemeint, die den Unfall beeinflusst haben.

Gebäude
Sind Gebäude in dem Unfall wichtig, sollten diese auch gezeichnet und beschriftet werden.

Personen und Zeugen
Falls es Zeugen gibt, ist deren Position in manchen Fällen auch von Vorteil.

Fotodokumentation

Hat es gekracht, sollten Sie an dem Unfallort nichts verändern bis die Polizei vor Ort ist. Alle Gegenstände dienen zur Rekonstruktion des Unfallhergangs. Sie haben aber die Möglichkeit ihre schriftliche Dokumentation mit Fotos zu unterstützen. Die Schuldfrage lässt sich somit auch einfacher klären.

Unser Service

Schicken Sie uns gerne per WhatsApp die Fotos von dem Unfall und wir geben Ihnen eine erste Einschätzung zu dem Unfall. Anschließend melden wir uns bei Ihnen, geben Ihnen erste wichtige Tipps und was Sie nun beachten sollten und versuchen einen Termin zur Aufnahme des Unfalls zu vereinbaren.

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